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Vom Meeting zum Pitch: Wie Führung heute überzeugen muss

Janina Rüger-AamotJanina Rüger-AamotMai 16, 2026
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Pitchtraining für Führungsteams: Gemeinsam Wirkung entfalten

Janina Rüger-AamotJanina Rüger-AamotApril 12, 2026
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Wie Stimme und Körpersprache Vertrauen schaffen

Janina Rüger-AamotJanina Rüger-AamotMärz 16, 2026
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Pitch-Coaching für Geschäftsführer:innen: Souverän vor Investor:innen und Gremien

Janina Rüger-AamotJanina Rüger-AamotFebruar 14, 2026
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Q&A & Nachklang: Souverän reagieren, sicher integrieren

Janina Rüger-AamotJanina Rüger-AamotJanuar 20, 2026
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Pitchtraining Reutlingen: Wie Du Dein Team mitreißt

Janina Rüger-AamotJanina Rüger-AamotJanuar 16, 2026
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Mindset & Fokus: Innere Haltung zeigen

Janina Rüger-AamotJanina Rüger-AamotJanuar 13, 2026
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Raum & Körpersprache: Präsenz erzeugen

Janina Rüger-AamotJanina Rüger-AamotJanuar 6, 2026

Führungskraft sein– Wie du deine Leadership Skills auf das nächste Level bringst 🚀🎯

Führungsskills

gute führung kommt nicht von allein – sie ist ein prozess, den du aktiv gestalten kannst. es geht nicht nur darum, entscheidungen zu treffen, sondern auch darum, ein umfeld zu schaffen, in dem dein team wachsen kann.

💡 drei wichtige punkte:
✅ selbstreflexion: gute führungskräfte analysieren ihr verhalten regelmäßig und passen es an.
✅ kommunikation: klare, wertschätzende gespräche sind der schlüssel zu vertrauen und motivation.
✅ entscheidungskraft: unentschlossenheit lähmt teams – mutige, gut informierte entscheidungen treiben sie an.

📢 was bedeutet für dich gute führung? welche fähigkeit möchtest du weiterentwickeln?

Gemeinsam gründen geht nicht mit jedem – mit wem kann ich gründen?

Frauen sitzen im Kreis

Wenn man jemanden trifft, mit dem man eine Idee entwickelt

Nicht mit jedem kann man gründen – mit manchen bleibt es beim Reden

Viele von uns kennen diese Situation: Man sitzt mit jemandem zusammen, spricht über eine spannende Idee – und für einen Moment fühlt es sich an, als könnte daraus etwas Großes entstehen. Die Gedanken fließen, man entwickelt gemeinsam Visionen, stellt sich vor, wie das Produkt oder die Dienstleistung aussehen könnte, und für einen kurzen Moment ist alles möglich.

Doch dann? Dann verlaufen die Gespräche im Sand. Das nächste Treffen kommt nicht zustande, es bleibt bei einem lockeren „Wir sollten mal…“, und die Idee verschwindet in der Schublade.

Warum passiert das?

Ganz einfach: Nicht mit jeder Person kann man wirklich gründen. Manche Menschen sind großartig darin, Ideen zu entwickeln, sich auszutauschen, sich inspirieren zu lassen – aber wenn es ums Machen geht, bleibt es still.

Ideen sind wertlos ohne Umsetzung

Und dann gibt es die anderen. Die, mit denen man nicht nur über Ideen spricht, sondern mit denen man direkt ins Tun kommt. Bei denen man am nächsten Tag eine Nachricht bekommt mit „Ich habe mal ein Dokument mit ersten Gedanken aufgesetzt“ oder „Lass uns ein Treffen vereinbaren und erste To-Dos festlegen.“

 

Genau diese Menschen sind es, mit denen man wirklich gründen kann. Denn erfolgreiche Startups entstehen nicht durch Ideen allein, sondern durch konsequente Umsetzung.

Unser Tipp: Testet die Zusammenarbeit mit kleinen Projekten

Bei Janina und mir war es auch so: wir haben im ersten Monat die Idee zum Podcast „Mutig und klug fragt“ entwickelt und die ersten Konzepte erstellt.

Bevor Ihr ernsthaft an eine Gründung denkt, solltet Ihr gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Warum? Weil Ihr so nicht nur herausfindet, wie gut Eure Ideen harmonieren, sondern vor allem wie Ihr miteinander arbeitet.

💡 Beispiele für Test-Projekte:
✅ Gemeinsam eine Veranstaltung organisieren
✅ Ein kleines digitales Produkt entwerfen (z. B. eine Mini-Website oder einen Newsletter)
✅ Ein gemeinsames Hobby in ein kleines Geschäftsmodell umwandeln
✅ Einen Podcast oder Blog starten

Diese Testläufe zeigen Euch, wie zuverlässig und effizient Ihr zusammenarbeitet – und ob die Dynamik stimmt. Denn am Ende kommt es nicht nur darauf an, ob Ihr eine gute Idee habt, sondern darauf, ob Ihr als Team funktioniert.

 

 

„was, wenn es nicht klappt?“ – gedanken aus dem anonymen tagebuch einer gründerin 📖💭

Tagebuch liegt mit Stift auf einem Tisch mit einer Teetasse daneben. Im Hintergrund steht ein Wecker

in einem eintrag des anonymen tagebuchs einer gründerin auf mutig-und-klug.de geht es um eine frage, die wohl jede:r kennt, der oder die ein eigenes business aufbaut: was, wenn es nicht klappt?

die autorin beschreibt, wie diese frage immer wieder auftaucht – oft genau dann, wenn sie eigentlich mutig und entschlossen vorangehen möchte. sie erzählt von den zweifeln, die plötzlich laut werden, von der angst vor dem scheitern, von den gedankenspiralen, die nachts wachhalten. aber sie erkennt auch etwas anderes: zweifel sind nicht das problem. das problem ist, wenn sie uns lähmen.

was, wenn zweifel ein navigationssystem sind? sie zeigen uns, wo wir noch unsicher sind, wo wir vielleicht einen besseren plan brauchen oder wo wir noch wachsen können. und manchmal, wenn wir ihnen ins gesicht schauen, verlieren sie ihre macht.

💡 gedankenanstoß:
🔹 was ist dein größter zweifel? schreib ihn auf – schwarz auf weiß verliert er oft an kraft.
🔹 stelle dir die gegenfrage: was, wenn es klappt?
🔹 lies den tagebuch-eintrag und überlege: wie gehst du mit deinen eigenen zweifeln um?

📢 was ist deine strategie, wenn dich die angst vorm scheitern erwischt? tausche dich aus oder halte deine gedanken schriftlich fest. schreiben hilft.

🔗 hier geht’s zum tagebuch-eintrag: mutig-und-klug.de/category/anonymes-tagebuch-einer-gruenderin

lampenfieber? warum es ein zeichen von stärke ist! 🎤💪

Janina Rüger-Aamot

ich erinnere mich noch gut an meinen ersten großen bühnenauftritt. kurz bevor ich auf die bühne musste, spürte ich das herzrasen, die schwitzenden hände – und diesen kleinen zweifel: was, wenn ich versage? doch genau hier liegt der schlüssel: lampenfieber bedeutet nicht, dass wir schlecht vorbereitet sind – es zeigt, dass uns etwas wirklich wichtig ist.
✅ akzeptiere das adrenalin – es macht dich wacher und fokussierter.
✅ bereite dich intensiv vor – je sicherer du bist, desto weniger raum für zweifel.
✅ atme tief durch – eine bewusste, ruhige atmung reduziert die nervosität.
📢 wann hast du zuletzt lampenfieber gespürt? wie bist du damit umgegangen? schreib’s in die kommentare! ✍️😊
#lampenfiebermeistern #souveränauftreten #starkepräsenz #sichersprechen

lampenfieber? warum es ein zeichen von stärke ist! 🎤💪

Janina Rüger-Aamot

ich erinnere mich noch gut an meinen ersten großen bühnenauftritt. kurz bevor ich auf die bühne musste, spürte ich das herzrasen, die schwitzenden hände – und diesen kleinen zweifel: was, wenn ich versage? doch genau hier liegt der schlüssel: lampenfieber bedeutet nicht, dass wir schlecht vorbereitet sind – es zeigt, dass uns etwas wirklich wichtig ist.
✅ akzeptiere das adrenalin – es macht dich wacher und fokussierter.
✅ bereite dich intensiv vor – je sicherer du bist, desto weniger raum für zweifel.
✅ atme tief durch – eine bewusste, ruhige atmung reduziert die nervosität.
📢 wann hast du zuletzt lampenfieber gespürt? wie bist du damit umgegangen? schreib’s in die kommentare! ✍️😊
#lampenfiebermeistern #souveränauftreten #starkepräsenz #sichersprechen

Frauenwirtschaftstage Unternehmensnachfolge ist weiblich – Unternehmensnachfolge nachhaltig gestalten – Eventreview

Ein Spielplan liegt auf einem Tisch mit Spielmaterial

Wie begeistert man Frauen für die Unternehmensnachfolge?

Ein Event, das begeistert und motiviert

Am heutigen Tag hat econoyou in Zusammenarbeit mit der IHK ein innovatives und interaktives Event durchgeführt, das sich an Frauen richtet, die sich für das Thema Unternehmensnachfolge interessieren. In einem zweistündigen Programm wurde die Rolle der Unternehmensnachfolgerin auf spannende Weise beleuchtet. Ziel des Events war es, Frauen für die Übernahme von Unternehmen zu begeistern und sie in einem praxisnahen Umfeld auf diese Herausforderung vorzubereiten. Das Event fand in den hellen und einladenden Räumen des Innoport Reutlingen statt, wo Holger Langhans, der neue Leiter, uns mit einer inspirierenden Keynote perfekt auf den Tag einstimmt

Das Herzstück: Ein innovatives Simulationsspiel

Im Zentrum des Events stand ein von econoyou entwickeltes Simulationsspiel. Die Teilnehmerinnen schlüpften selbst in die Rolle der Unternehmensnachfolgerin und erlebten interaktiv den Prozess einer Unternehmensübernahme. In vier abwechslungsreichen Phasen à 15 Minuten, die jeweils aus einer Aktion und einem Impulsvortrag der Expertinnen bestanden, konnten die Teilnehmerinnen reale Herausforderungen simulieren und praxisnahe Entscheidungen treffen.

Role Models aus der Region als Inspiration

Ein weiteres Highlight waren die Role Models aus der Reutlinger Region, die wertvolle Einblicke in ihre persönlichen Erfahrungen mit Unternehmensübernahmen gaben. Diese authentischen Geschichten sorgten für eine inspirierende Atmosphäre, und die Teilnehmerinnen nutzten die Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen und von den Praxisbeispielen zu lernen.

Die Role-Models waren:

Monika Laun, Lorenz Company Werbeagentur 
Aline Schmidt, creactivCONCEPT GmbH
Bianca Beck und Luisa Böck, BeckaBeck Bäckerei u. Konditorei
Annika Schwenk, Schreinerei Ulrich Schwenk

Expertinnen als „Joker“ – Sarah Stauß und Dr. Christina Maier

Während des Spiels standen zwei Expertinnen als Joker zur Verfügung:

  • Sarah Stauß, Steuerberaterin & Partnerin bei RSM Ebner Stolz, Expertin für Unternehmensübernahmen
  • Dr. Christina Maier, Rechtsanwältin & Inhaberin der Dr. Maier Group, Expertin für Unternehmenstransaktionen

Beide beantworteten konkrete Fragen zu wichtigen Dokumenten, Rechtsfragen, Steuerberatungen und weiteren wesentlichen Schritten im Übernahmeprozess. Ihr Fachwissen ermöglichte es den Teilnehmerinnen, sich besser auf die potenziellen Herausforderungen der Unternehmensübernahme vorzubereiten.

Die Kooperation

Die Resonanz: Begeisterung und Austausch

Bei der Konzeption des Events hatten wir drei klare Ziele vor Augen:

  1. Spaß am spielerischen Lernen – Durch unser interaktives Simulationsspiel wollten wir die Teilnehmerinnen aktiv in den Übernahmeprozess einbinden und ihnen zeigen, dass Lernen auch Spaß machen kann.
  2. Lernen von Expertinnen – Wir wollten, dass die Teilnehmerinnen nicht nur von den praktischen Erfahrungen der Role Models lernen, sondern auch wertvolle Einblicke aus steuerlicher und rechtlicher Sicht mitnehmen.
  3. Mut, zu starten – Unser größtes Ziel war es, den Teilnehmerinnen den Mut zu geben, den Schritt in die Unternehmensnachfolge zu wagen. Am Ende des Tages sollten sie sagen können: „Ich kann das schaffen!“.

 

Die Teilnehmerinnen zeigten großes Interesse und diskutierten leidenschaftlich über die verschiedenen Aspekte der Unternehmensnachfolge. Besonders die interaktive Spielkomponente und die direkten Einblicke der Role Models machten das Event zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Wir würden also sagen: Ziel erreicht!

Was für ein toller Tag!

Wir sind immer noch ganz beseelt von der Energie und dem Austausch, den wir während des Events erleben durften. Es war einfach großartig zu sehen, wie angeregt die Teilnehmerinnen miteinander diskutierten, sich gegenseitig unterstützten und gemeinsam Lösungen fanden. Unser Gamification-Ansatz hat genau das bewirkt, was wir uns erhofft hatten: eine lockere, spielerische Atmosphäre, in der die Teilnehmerinnen sich nicht nur ausprobieren, sondern auch voneinander lernen konnten.

Für uns bei econoyou ist es eine besondere Freude, solche Events zu gestalten, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern vor allem echte Interaktion fördern. Es macht uns unglaublich glücklich zu sehen, wie unser Konzept aufgeht und das Thema Unternehmensnachfolge in einem neuen Licht erlebbar wird. Dieses Event hat uns wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist, Menschen zusammenzubringen und durch spielerische Ansätze tiefere Einsichten zu ermöglichen – und das erfüllt uns mit Stolz und Motivation, noch viele weitere solcher Formate zu entwickeln!

 

Ihr interaktives Event mit econoyou

Haben Sie Interesse an einem interaktiven Event zu den Themen Gründung, Unternehmensnachfolge oder Female Empowerment? Dann sprechen Sie uns an! econoyou events sind alles – nur nicht langweilig. Lassen Sie sich inspirieren und erleben Sie spannende Formate, die Ihnen und Ihrem Team neue Perspektiven eröffnen.

Wie führe ich ein meeting souverän

Brünette Frau die Schachfiguren ordnet

Souverän durch ein Meeting führen

Oder auch: Wie nutze ich Rolle und Raum?

Die zwei Rs für Deine Führung!

Es sind vor allem die Leisen unter uns, die sich das immer wieder fragen: Wie verschaffe ich mir Gehör und Aufmerksamkeit, ohne auf den Tisch zu hauen. Denn das liegt mir einfach nicht. Mache ich mich aber nicht lautstark bemerkbar, werde ich übersehen. Andere werden vor mir gehört oder vielleicht sogar für MEINE Ideen gelobt.

Wie also schaffe ich es, wahrgenommen zu werden, ohne mich zu verbiegen?

Hier ein kleines Workout für das eigene Training.

 

Step 1: Rollenverständnis

 

Der Einstieg ist Dein Rollenverständnis. Welche Rolle hast Du in dem bestimmten Moment? Und was erwartest Du selbst von solch einer Rolle?

Zum Beispiel: Du machst eine Städtetour und buchst eine Stadtführung. Der Stadtführer hält Dich für einen Filmstar und ist so eingeschüchtert, dass er seinen Text vergisst.

In diesem Fall erwartest Du, dass er führt. Es ist sein Job zu sagen, wo es langgeht. Er hingegen schreibt Deiner Rolle eine solche Berühmtheit zu, dass er der eigenen Rolle nicht mehr gerecht werden kann.

Was sollte er mit dem Dilemma umgehen? Wenn es doch seine Aufgabe ist, die Führung zu übernehmen. Selbst eine echte Berühmtheit würde sich in dieser Situation von ihm führen lassen und das auch unbedingt so wollen.

Einer bestimmten Rolle werden also per Definition schon einige Erwartungen zugeschrieben. Manchmal hilft es, wenn wir uns klar machen, welches diese Erwartungen gerade sind.

Übung Rollenverständnis

Versuche mal eine Art Jobbeschreibung für das Führen eines Meetings.

Kreuze Zutreffendes an, streiche durch und ergänze, was fehlt:

  • Rituale: Sie geben Struktur und vermitteln Souveränität (Begrüßung, Verabschiedung).
  • Raum vorbereiten.
  • Agenda: Du wirkst gleich souveräner, wenn Du ’nen Plan hast.
  • Das eigentliche Thema einführen.
  • Ziel formulieren.
  • Wortbeiträge steuern.
  • Kaffee servieren.
  • Technik bedienen.

 

Wenn Du an Dein letztes Meeting zurückdenkst, wie war es da? Hattest Du eine klare Vorstellung Deiner Rolle? Es kann Dir helfen, die eigene Rolle immer weiter zu schärfen. Denn Deine innere Haltung wirkt sich neben vielen anderen Dingen auch auf Deine äußere Haltung und damit auf Deine Körpersprache aus. Und Deine Körpersprache stellt schon einmal einige wichtige Weichen, bevor Du überhaupt das erste Wort gesagt hast. Wenn Du einmal reflektieren möchtest, was Deine Körpersprache so an Botschaften übermittelt, lohnt es sich, mit einem Partner:in zu arbeiten.

 

Step 2: Raum, DEIN Raum

Im Theater oder etwa in den gestalterischen Künsten werden Raum und Bewegungen nicht abstrakt genutzt. Sie werden so eingesetzt, dass sie auf das (ungeschulte) Publikum eine bestimmte und gewollte Wirkung erzielen. Man nutzt also Mechanismen, die bei uns Menschen bestimmte Wahrnehmungen auslösen. Dabei geht es um ganz konkrete und oft nur wenige Parameter: Zentrum/Peripherie, Starre/Bewegung und Größe.

Dinge im Zentrum wirken besser. Die Hauptfigur in einem Theaterstück wird den zentralen Monolog nicht halb hinter dem Vorhang versteckt vortragen. Sie wird ins Zentrum aller Blicke rücken, um die maximale Aufmerksamkeit zu bekommen.
Der Christbaum auf dem Markt wird nie ganz am Rand stehen. Er bekommt einen zentralen Platz, weil er die Blicke auf sich ziehen und das Gesamtbild dominieren soll.

Jetzt sind einige von uns einfach nicht der Christbaum-Typ und wollen sich nicht ständig in den Mittelpunkt stellen, um wahrgenommen zu werden. Hier ist das Schöne, dass sie das auch nicht müssen.

Denn ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Starre beziehungsweise Bewegung. Was still an einem Platz ist, nehmen wir irgendwann nicht mehr wahr. Veränderung dagegen fällt uns sofort auf.
Es reicht also MEHR ins Zentrum zu rücken, MEHR Bewegung zu nutzen als sonst, um aufzufallen. Im Meeting kann das sein, sich aufzurichten und den Oberkörper oder die Arme zu bewegen.

Und schließlich die Größe. Schon klar, die eigene Körpergröße kannst Du nicht beeinflussen. Wohl aber, wie groß Du wahrgenommen wirst. Wieviel Prozent des Blickfeldes der anderen Du einnimmst. Und das ganz einfach dadurch, dass Du näherkommst, Dir einen zentraleren Platz aussuchst, mit dem Oberkörper vorn bleibst, statt Dich zurück zu lehnen.

 

Beobachte einmal geübte Redner zum Beispiel Menschen, die ein Produkt auf einer Bühne präsentieren. Wann kommen sie nach vorn und werden für ihre Zuhörer dadurch größer?

Wann treten sie zur Seite und stellen ihr Produkt in den Mittelpunkt? Wann bleiben sie stehen und wann bewegen sie sich? Es kann richtig Spaß machen, diese Parameter mit den angestrebten Auswirkungen auf die Zuhörer abzugleichen:

Er schlendert hin und her – Sympathische Erzählung, warum er selbst so überzeugt davon ist.

Sie bleibt plötzlich stehen – Spannung.

Er kommt ganz nach vorn an den Bühnenrand – Wichtige Info.

Sie tritt zur Seite und stellt das Produkt in die Mitte – Ich bin nicht wichtig, aber meine Damen und Herren, ohne dieses Produkt können Sie keinen Tag länger leben!

 

Es gibt natürlich noch eine ganze Reihe weiterer Aspekte und Mechanismen, die sich darauf auswirken, wie Du wahrgenommen wirst. Doch wie bei allen großen Themen des Lebens, fängst Du mir dem ersten Schritt an und entwickelst Dich dann nach und nach weiter. Beobachte und probiere aus. Drehe zunächst an kleinen Stellschrauben. Beobachte, wie es sich anfühlt. Werde sicherer und gehe dann einen Schritt weiter. Es lohnt sich!

Schreibe uns gern Deine Beobachtungen und Fragen zu diesem Thema. Welche Erfahrungen hast Du gemacht? Was hat Dir geholfen?

„In diesem Businessplan ist jedes Taschentuch kalkuliert.“

Brünette Frau in grüner Jacke tippt Schreibmaschine

Gedanken zum Thema Businessplan mit Herzblut

Ich hatte neulich die Freude, ein wunderbares Interview für Mutig-und-Klug.de mit der erfolgreichen Stuttgarter Unternehmerin Ute Züfle führen zu dürfen. Sie ist eine super positive, energiegeladene Frau, die mit ganz viel Empathie auf die Menschen in ihrem Umfeld zugeht.

Businessplan

Eine der großen Fragen, die mich im Vorfeld dieses Gespräches beschäftigten, war, wie sie ihren Businessplan geschrieben hat. Denn der Businessplan umfasst ja so ziemlich jeden Themenbereich, der uns bei einer Gründung so beschäftigt. Er ist fast ein lebender Organismus, nie fertig, immer in Entwicklung. Zahlen, Fakten, Analysen und schlussfolgernde Annahmen sind ebenso enthalten wie Prosateile, die mit Enthusiasmus und mitunter sehr emotional die eigenen Ideen und Visionen greifbar machen.

So gibt es sicher bei jeder und jedem von uns Teile, die einem mehr oder auch weniger liegen. Manches geht leicht von der Hand, für andere Elemente holen wir uns Rat. Allein Abschnitten gemein ist jedoch, dass sie die Fortsetzung einer Idee sind, die mal mit ganz viel visionärem Eifer und Herzblut das Licht der Welt erblickt hat.

Wie schreibt man einen Businessplan, wie kalkuliert man, wie trifft man harte Entscheidungen, wie diskutiert und verteidigt man Preise, wenn das ganze Herz an der eigenen Unternehmung hängt? Denn das trifft auf viele von uns zu. Und doch ist es bei Ute in besonderem Maße der Fall. Denn sie ist Bestatterin.

Ihr Berufsfeld ist also von Natur aus und nicht nur für sie eines, dass mit vielen Emotionen und auch Ängsten behaftet ist. Ihre Kunden befinden sich in einer gefühlsmäßigen Ausnahmesituation. Und die Frage danach, wie viele Kunden im kommenden Jahr Bestattungsform X wählen werden (der Trend geht zu …) mutet doch befremdlich an.

Zielgruppe, Marktanalyse, Marketing

Aber natürlich muss Ute ihre Zielgruppe definieren. Sie muss ihren Markt kennen. Ihr Marktpotenzial, um kalkulieren zu können. Sie musste einer Bank ihren Umsatz prognostizieren. Sie muss mit Kunden über Geld sprechen. Sie muss über Marketing nachdenken. Kurz: Sie muss Geschäftsfrau sein.

Ihr all diese Fragen stellen zu können, hat mich sehr fasziniert. Denn die meisten von uns Gründerinnen starten mit ihrem Herzensprojekt. Und setzen es damit einer Entwicklung aus. Es reift, es wächst, es verändert sich. Ich muss als Gründerin so vieles lernen und tun, was mit dem auslösenden Gedanken nichts zu tun hat. Und sei es „nur“ die Buchhaltung. Es kommen Einflüsse und Notwendigkeiten von außen dazu, mit denen wir uns auseinandersetzen. Ute war nicht immer Bestatterin. Sie hatte einen Job. Sie hätte auch nebenberuflich gründen können. Aus einer sicheren Situation heraus, mit doppeltem Boden. Sie hat sich anders entschieden.

„Ich brauchte den Tritt in den Hintern.“

Das sagte sie. Aber nicht, um wirklich zu springen, sondern – so wie ich sie verstanden habe – um in diesem einen Augenblick zu springen. Der Gedanke beschäftigt mich. Denn viele von uns wissen, dass sie es ernst meinen. Dass sie gründen wollen, gründen werden und dass sie ein Unternehmen schaffen wollen, das sie trägt und Zukunft hat. Aber es gehört noch eine Sache mehr dazu: Den Zeitpunkt zu finden. Ihn zu erkennen und dann wirklich zu starten. Den Moment, um den doppelten Boden aufzugeben und sich ganz auf die eigenen Fähigkeiten, die Vision, letztlich den eigenen Erfolg zu verlassen. Daran glauben!

Wie geht es Euch mit all diesen Gedanken? Beschäftigen Sie Euch? Ist das alles gar kein Thema? Welche Gedanken nehmt Ihr mit in den Schlaf oder in Euer Tagebuch?

Das Interview wirkt noch immer in mir nach. Es wird am 22.05.2023 auf Mutig-und-Klug.de erscheinen und natürlich überall, wo Ihr Podcasts hören könnt. Es lohnt sich.

Wie mache ich mich selbstständig – ein Rechercheguide

Brünette Brillenträgerin blickt nach links oben und lächelt

Wie mache ich mich selbstständig?

Auf dem Weg in die Existenzgründung gibt es viele Fragen, deren Antworten Schritt für Schritt zu erarbeiten sind: persönliche Fragen, Fragen der inneren Haltung, finanzielle Fragen, rechtliche und strategische Fragen.

Dieser Artikel ist ein Recherche- und Google-Leitfaden, mit welchen Themen Du Dich beschäftigen solltest, mit wem Du reden solltest und welche Fragen Du reflektieren solltest vor und während der Gründung.

Was bedeutet „Selbstständig“ sein?

Viele nutzen den Begriff „selbstständig sein“ synonym für „nicht angestellt sein bei einem Arbeitgeber“.

Das statistische Bundesamt definiert den Begriff so:

Selbstständige sind Personen, die ein Unternehmen oder einen Betrieb beziehungsweise Arbeitsstätte als Eigentümerinnen beziehungsweise Eigentümer, Miteigentümerinnen beziehungsweise Miteigentümer, Pächterinnen beziehungsweise Pächter oder als selbstständige Handwerker oder Gewerbebetreibende leiten sowie freiberuflich Tätige.

Zu den Selbstständigen zählen keine Personen, die in einem arbeitsrechtlichen Verhältnis stehen und lediglich innerhalb ihres Arbeitsbereichs selbstständig disponieren können […]

https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Arbeitsmarkt/Glossar/selbststaendige.html

Welche Rechtsform ist die Richtige für meine Selbstständigkeit?

Demnach ergibt sich schon aus dieser Definition eine Frage mit Folgefragen: Welche Rechtsform wird die Unternehmung haben? Welche muss die Unternehmung haben? Denn manche Berufe unterliegen gesetzlichen Auflagen bei anderen gibt es mehrere Optionen.

Sprich: Nachdem Du definiert hast, was Du machen willst, solltest Du gründlich recherchieren, ob gesetzliche Vorgaben Deine Rechtsform bestimmen. Darauf kommen wir später wahrscheinlich noch mal zurück.

Womit mache ich mich selbstständig?

Das womit zu definieren ist die Grundlage für alle möglichen Fragen: was willst Du Deinen Kund:innen anbieten?

Diese Fragestellungen gehen alle in Richtung: Strategie! Und zwar Geschäftsmodellstrategie. Die Geschäftsmodellstrategie erstellst Du pro Produkt. Mit Produkt meine ich: „Digitale oder physische Güter“ oder „Digitale oder physische Dienstleistungen und Services“.

Hier gibt es viele nützliche Methoden, die Du dazu nutzen kannst, die Strategie festzulegen. Dazu gehört:

  • Was ist der Mehrwert, den meine Produkte liefern – welches Problem lösen meine Produkte?
  • Wem biete ich meine Produkte an? Welche Kundensegmente sind für mich relevant? Wie groß sind diese Segmente, sind sie in Ihrer Gesamtheit mit ihrer Kaufkraft ein lukrativer Markt?
  • Wie bekommen sie meine Produkte, in welchem Kanal liefere ich sie ihnen aus?
  • Welche Kundenbeziehung baue ich auf, sodass sie meine Produkte wiederkaufen oder weiterempfehlen?
  • Was zahlen meine Kund:innen und wie?
  • Was sind meine Kernaktivitäten und was lagere ich aus?
  • Wie ist meine Strategie für meine Partnerauswahl, mit wem arbeite ich zusammen?
  • Welche Schlüsselressourcen habe ich zur Verfügung?
  • Und zu guter Letzt: Was kostet mich der Spaß? Wie viel muss ich aufwenden, um das Produkt zu produzieren, zu erstellen, zu vermarkten?

Zusätzlich zu diesen 9 Perspektiven der Geschäftsmodellentwicklung, die auf Alexander Osterwalder und sein Team zurückgehen, kommen weitere Fragen auf Dich zu.

Fragen des Wettbewerbs und wie Du Dich im Wettbewerb positionierst.

Wie baust Du eine Marketingstrategie auf, die evtl. je Produkt variiert?

Hast du rechtliche Einschränkungen, die Du beachten musst oder wird es rechtliche Einschränkungen geben (zum Beispiel durch anstehende EU Verordnungen). Auch hier gibt es nützliche Analysen, die Dir dabei helfen.

Welche Kosten kommen auf mich zu bei der Selbstständigkeit?

Das ist ein klares: kommt drauf an!

Sehen wir uns die Kosten mal genauer an:

Wenn Du mehrere Produkte verkaufst, hast du also Kosten für jedes Produkt.

Dazu kommen (sehr wahrscheinlich) Kosten für Deine Firma, je nach Rechtsform sind sie größer oder kleiner.

Es kommen ggf. einmalige Kosten auf Dich zu bei der Firmengründung. Die Kosten ändern sich übrigens auch, wenn ihr im Team eine Kapitalgesellschaft gründet und besondere Klauseln im Gesellschaftervertrag vereinbaren wollt.
Wir hatten zum Beispiel folgende Kostenblöcke:

  • Notar
  • Rechtsanwalt für Gesellschaftervertrag und verschiedene Dokumente
  • Steuerberater

Aus unserer Erfahrung (wir haben eine UG (haftungsbeschränkt) gegründet, haben wir folgende Kostenblöcke beim Aufbau der Firma in den ersten zwei Jahren gehabt:

  • IHK Beitrag
  • GEZ Beitrag
  • Website-Hosting
  • Templates für die Webseite (WordPress)
  • Webseiten Plug-ins (z.B. Cookie plug-in)
  • Logo-Erstellung
  • PCs, sonstige Hardware
  • Diverse Softwarelizenzen für Zusammenarbeit, Dokumentenablage, Kundendatenspeicherung
  • Rechtsberatung für AGB, Datenschutzerklärung

Und dann folgende Produktspezifische Kosten für digitale und physische Produkte:

  • Marketing
  • Produktentwicklung (wir verkaufen u.a. auch Kartenspiele)
  • Plattformkosten für unseren Onlinekurs
  • Lizenzkosten für Videobearbeitungs-Software
  • Hardwarekosten für Videokameras und Mikrofone

Brauchst Du einen Businessplan?

Ich würde die Frage anders beantworten: für wen brauchst Du einen Businessplan?

Wenn Du Dir über alles, was oben steht, vollkommen bewusst bist, und wirklich stringent daran arbeitest, hast Du wahrscheinlich schon alles im Kopf oder in diversen Exceltabellen und Präsentationen, um einen Businessplan auszufüllen.

Wenn Du alleine gründest für Dich, Du Dir über Kosten und Nutzen, über den zu erwartenden Gewinn bewusst bist, dann brauchst Du wahrscheinlich keinen formalen Businessplan.

Was wir empfehlen, ist, einen Finanzplan zu haben, in dem Du all Deine Kosten erfasst, um einen Überblick zu haben, was rausgeht und was reingeht.

Der Finanzplan mit einem Ausblick auf die nächsten Jahre ist Teil des Businessplans.

Deswegen ist die Frage eher: für wen brauchst Du einen Businessplan?

Nochmal zu Frage: Für wen brauchst Du einen Businessplan?

Wenn Deine Geschäftsidee investitionsintensiv ist oder sehr kostenintensiv, oder die Unternehmung risikoreich ist (d.h. es ist keine sichere Bank, Du oder ihr wisst nicht wirklich, ob das, was ihr euch überlegt habt, funktionieren wird), lohnt sich ein Businessplan auf jeden Fall – aber eher deswegen: weil ihr euch wirklich intensiv damit beschäftigt habt, wie die Produktstrategie ist, warum ihr davon überzeugt seid, dass es funktionieren kann, wo Risiken sind und Chancen, wie das worst-case und das best-case Finanz-Scenario aussehen kann.

Mit dem Businessplan schreibt Ihr oder schreibst Du auf, warum und unter welchen Bedingungen die Unternehmung erfolgreich wird.

Und der Businessplan ist meistens dafür gedacht, jemand anderen zu überzeugen: die Bank, ein:e Investor:in, Partner:innen und so weiter.

Je nachdem, wer der Adressat ist, ändert sich auch der Inhalt und der Pitch des Businessplans.

Für wen mache ich mich selbstständig?

Die Frage „für wen mache ich das?“ ist die perfekte Überleitung in den privaten Bereich.

Die Fragestellung, ob Selbstständigkeit, Unternehmertum, Freiberuflichkeit etwas für einen selbst ist, wird sich wohl im Laufe der Zeit herausstellen. Fest steht, dass der Weg in die Selbstständigkeit eine sehr erkenntnisreicher ist: man lernt sehr viel über sich, seine eigene Motivation, wofür man steht – also innere Werte, und solche Werte, die man nach außen trägt.

Letztlich, machst Du Dich selbstständig für Dich selbst. Weil Du in dieser Form am besten arbeiten kannst, weil Du Dich selbst verwirklichen willst, etwas für die Nachwelt hinterlassen möchtest, anderen einen Arbeitsplatz bieten willst, die Welt verbessern willst oder oder oder.

Dein persönliches „Warum?“ und „Wozu?“ solltest Du für Dich kennen. Gründet Ihr im Team, lohnt es sich, die Motivation und den Zweck der jeweils anderen zu kennen.

Es lohnt sich, Dein Umfeld mit einzubeziehen, wenn Du Dich auf den Weg machst. Stehen Deine Freunde und Deine Familie hinter Dir? Hast Du Menschen, um Dich herum, die Dich erfolgreich sehen wollen? Die Dir ehrlich helfen, mit Rat und Tat?

Wenn es um die persönliche Situation geht, hast Du vielleicht auch Deine persönliche finanzielle Situation im Kopf.

Kann ich es mir überhaupt leisten, in die Selbstständigkeit zu gehen?

Hier ein paar Tipps von uns, mit wem Du reden kannst, um Deine finanzielle Situation zu prüfen.

In der Selbstständigkeit musst Du Dein Einkommen selbst erwirtschaften. Du solltest Dir also klar werden, wieviel Du brauchst.

Dazu eignen sich Haushaltsbuchlisten. Buchführen oder mit einer Finanzapp Deine Ausgaben tracken über eine Weile. Eine Liste aller Verträge hilft.

Mit wem soll ich reden, bevor ich mich selbstständig mache?

Und, je nachdem, wie Du drauf bist, solltest Du nicht nur an die aktuelle Situation denken, sondern auch an später und an den Fall der Fälle, wenn mal etwas ist – Rente, Vorsorge, Absicherung.

In der Vorbereitungsphase für die Selbstständigkeit, können folgende Gespräche helfen:

  • Termin und kostenfreie Beratung bei der deutschen Rentenversicherung
  • Termin bei Deiner Krankenkasse (was musst Du zahlen und wie zahlst du deine Versicherung, privat oder gesetzlich?)
  • Beratung durch einen unabhängigen Finanzprüfer (sogenannte Honorarberatung), er schaut sich Deine Finanzen an und kann auch Analysen und Prognosen für verschiedene Szenarien erstellen. Honorarberater sind Provisionsunabhängig, dafür zahlst Du ihn. Er sollte Dir also nicht irgendwelche Pakete und Produkte verkaufen, von denen er am meisten profitiert.
  • Eine Steuerberatung in Anspruch nehmen
  • Auch die Agentur für Arbeit berät Dich, ob Du zum Beispiel einen EXI-Gutschein und/oder einen Gründungszuschuss bekommen kannst für Deine Gründungsidee
  • Letztlich gibt auch die IHK und weiter Gründungszentren Hilfe und Rat, wie Du Netzwerk aufbaust und Hilfe bekommst

Also nochmal einen Schritt zurück:

Von der Idee bis zur Firma vergehen oft Wochen ins Land. Vor allem, wenn Du nicht zur Gruppe der Seriengründer:innen zählst oder Dich durch alles alleine kämpfen musst.

Wenn Du Dich auf den Weg in die Selbstständigkeit machst, kommst Du wahrscheinlich an folgenden Wegweisern vorbei:

  • Strategie und Geschäftsmodell für Dein( e) Produkt(e) entwickeln (iterativ, Schritt für Schritt)
  • einen Businessplan schreiben (wenn Du ihn jmd. schicken willst z.B. für Förderung oder Invest)
  • Innerliche Klärung für Dein/Euer „warum“ und „wozu“
  • Persönliche finanzielle und steuerliche Situation reflektieren und kennen
  • Mit Deinem Umfeld sprechen und Dir ehrliche Verbündete suchen
  • Gründen, Gewerbe anmelden, Dich freiberuflich melden…
  • und loslegen

Neue Führungsmethoden – aus einem Gespräch mit Kerstin Riesch

Nahaufnahme eines Schachspiels mit Pferd in einer Hand

Neue Führungsmethoden – aus einem Gespräch mit Kerstin Riesch

Warum brauchen wir neue Führungsmethoden?

In einem wunderbaren Gespräch mit Kerstin Riesch, Chefin der Berliner Stromnetze, haben wir über diese und viele andere Fragen zum Thema Führung und deren Zukunft gesprochen. Kerstin Riesch ist der Ansicht, dass sich die Rahmenbedingungen derart ändern und ändern werden, dass es schlicht notwendig ist, die Strukturen an die Gegebenheiten anzupassen. Für Unternehmen, die nicht reagieren, wird der Mangel an Nachwuchskräften nur ein Problem unter vielen sein.

Was hat die Trauerkurve oder Kübler-Ross-Kurve mit dem Entwicklungsprozess in Unternehmen zu tun?

Veränderung kann Motivationsfaktor sein oder auch Verunsicherung bedeuten. Kerstin Riesch vergleicht den Prozess des strukturellen Wandels in einem Unternehmen hin zu zum Beispiel Agiler Führung mit der Kübler-Ross-Kurve, die auch Trauerkurve genannt wird. In ihr werden die Phasen der Trauer von Schock und Verleugnung über Abwehr und Verhandlung bis hin zu Akzeptanz und Integration beschrieben. Laut Riesch lässt sich allgemein der Prozess nicht selbstgesteuerter Veränderungen im Leben eines Menschen durchaus so abbilden. Und als besonders einschneidend und gegebenenfalls bedrohlich werden solche Veränderungen im bisher stabilen Arbeitsumfeld empfunden. Andererseits haben wir uns auch an ein gewisses Maß an permanenter Veränderung gewöhnt.

Was ist agiles Management?

Kerstin Riesch beschreibt ihre Faszination für den Agilen Ansatz mit dem Vergleich zu der Art, in der früher durch größere Veränderungsprozesse geführt wurde. Es musste alles vorher durchdacht und detailliert durchgeplant sein. Ein Plan musste her, den man dann minutiös ausführte. Dementgegen steht die Erkenntnis, dass gerade bei wirklich umwälzenden Prozessen selten alle Eventualitäten von vornherein bekannt sind und durch die Arbeit selbst neue Fakten entstehen, auf die man dann reagieren muss. Man steckt also unter Umständen viel Zeit und Aufwand in eine Planung, die dann ohnehin geändert werden muss. Außerdem war in diesem System wenig Raum für Änderungen im aktiven Prozess, was Anpassungen im laufenden Betrieb schwieriger macht.

Beim Agilen Ansatz hingegen steht am Anfang eine Idee, die in kleinen Schritten immer weiterentwickelt wird. Dabei wird ganz bewusst der Raum für nicht durchgeplante Entwicklungen eingeräumt. Zu dieser Arbeitsweise gehören eine Reihe von Methoden und Ritualen, wie zum Beispiel Reviews, die den Entwicklungsfortschritt regelmäßig und in kurzen Intervallen reflektieren. Als typische Methode nennt Riesch hier die Scrum-Methode.

Was ist die Scrum-Methode?

Die Scrum-Methode, wobei „Scrum“ mit Gedränge übersetzt wird, definiert für ein Team ein Ziel statt des gesamten Arbeitsprozesses. Über definierte Rollen und Prozessstrukturen kann ein Team die Vorgehensweise selbst entwickeln, überprüfen und nachjustieren. Die gemeinsame Prozesskontrolle steigert zudem die Akzeptanz getroffener Entscheidungen, weil alle Beteiligten Teil der Entscheidungsfindung sind und Teil des eigentlichen Veränderungsprozesses, der so als weniger bedrohlich empfunden wird.

Welche Voraussetzungen braucht Agiles Führen, um funktionieren zu können?

Als allererstes braucht es seitens eines Unternehmens, der Führungskräfte und der Mitarbeiter den Mut, diesen Weg in aller Ernsthaftigkeit auszuprobieren. Denn die Herausforderung bei ersten Schritten in die Richtung des Agilen Arbeitens ist es, die Abläufe konsequent einzuhalten. Mischt man die Methoden, behindern sie sich gegenseitig.

Das widerum setzt voraus, dass alle Beteiligten mit den Abläufen zum Beispiel der Scrum-Methode vertraut sind. Die theoretischen Grundlagen müssen also gelegt sein.

Welche Konsequenzen hat der Agile Ansatz für die einzelnen Mitarbeiter?

Der einzelne Mitarbeiter hat mehr Kompetenzen, mehr Mitspracherecht, mehr Verantwortung. Daraus erklärt sich, wie unterschiedlich Menschen auf diesen Ansatz reagieren. Denn dieser Gestaltungsspielraum kann beflügeln und neue und kreative Kräfte bei den Mitarbeitern freisetzen. Jedoch wünscht sich nicht jeder mehr Verantwortung, die aber damit unvermeidlich einhergeht. Nicht jeder, der sie sich wünscht, kann damit auch sofort umgehen.

Ist ein Wechsel hin zur Agilen Methode sinnvoll?

Vielleicht sollte es kein Wechsel sondern vielmehr eine Entwicklung sein. Menschen brauchen Zeit, sich in eine neue Situation einzufühlen und können den nächsten Schritt immer nur von ihrem Standpunkt aus gehen. Ein ganzes Unternehmen in eine neue Situation zu werfen, birgt nicht geringe Risiken, dass dabei viele auf der Strecke bleiben. Etablierte Hierarchien können hier sogar nützlich sein, um die Mitarbeiter mitzunehmen und sie in neue Methoden zu führen. Basis dafür ist aber immer das Vertrauen aller Beteiligten untereinander und natürlich ein sehr respektvoller Umgang miteinander.

Ist Agile Führung ein Allheilmittel?

Es gibt wohl keine Methode, die sich unterschiedslos und immer anwenden ließe. Daher kann auch die Agile Methode kein Allheilmittel sein. Riesch sieht uns hier in einem Prozess, der seit einigen und in den nächsten Jahren neue Methoden hervorbringen und entwickeln wird, die unserer Zeit angemessen sind. Branchenabhängig und abhängig von den konkreten Arbeitsprozessen, die zu gestalten sind, bieten sich verschiedene Ansätze an. Produzierendes Gewerbe mit standardisierten Fertigungsprozessen fordert unter Umständen andere Lösungen als ein Dienstleistungsunternehmen.

Was brauchen Unternehmen in Zukunft?

Das Angebot an „typischen“ Workshops für die Mitarbeiter wird in dieser Form nicht mehr ausreichen. Vielmehr besteht die Herausforderung darin, das Angebot aus theoretischer Wissensvermittlung und praktischer Anwendung auf die Bedürfnisse nicht nur des Unternehmens sondern weiter verfeinert auf die Bedürfnisse des einzelnen Mitarbeiters in genau seinem Anforderungsfeld zu einem bestimmten Zeitpunkt festzustellen und zu bedienen. Dabei spielen Unternehmensziele ebenso eine Rolle wie die Einschätzung des Mitarbeiters, an welchem Punkt er in diesem Augenblick Unterstützung braucht. So steht die HR in Zukunft vor der Aufgabe, die Grundlagen ihrer Bedarfsanalysen umfassend zu erweitern.

Gestaltungsspielraum und Verantwortung – das ist das Spannungsfeld, in dem sich der Agile Ansatz bewegt, aber auch der Blick auf Unternehmensentwicklung im Ganzen.