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Gründet Gemeinsam

Gründen ist Teamwork – und genau hier setzt unsere Kategorie „Gründet gemeinsam!“ an. Hier findest Du Artikel, Tipps und Impulse rund um Teamgründungen, Zusammenarbeit und Konfliktlösung im Startup-Alltag.

Besonders ans Herz legen wir Dir unser Kartenspiel „Gründet gemeinsam!“: Es hilft Gründer:innen-Teams, wichtige Fragen spielerisch zu klären – von Vision und Rollen über Finanzen bis hin zu Konfliktstrategien. So macht Teamentwicklung nicht nur Spaß, sondern wird zum echten Erfolgsfaktor.

Teammonat Mai: Impuls #13: „Onboarding? Wir sind doch nur drei… Warum genau das ein Fehler ist“

drei stilisierte Personen, darüber eine Glühbirne

Herausforderung:

In vielen Startups wird der Einstieg neuer Teammitglieder „on the fly“ gemacht: Ein kurzes Hallo, ein Slack-Zugang, vielleicht ein Google-Drive-Ordner – und los geht’s. Das Problem: Ohne gutes Onboarding verlieren selbst motivierte Menschen schnell die Orientierung, verpassen den Anschluss oder springen direkt wieder ab.

Lösung:

Egal wie klein das Team ist: Onboarding braucht Struktur. Neue Kolleg:innen sollten verstehen, wie das Unternehmen tickt, was wichtig ist und wie sie sich einbringen können. Ein gutes Onboarding schafft Identifikation, Motivation und spart langfristig Zeit – weil weniger nachgefragt und mehr verstanden wird.

3 Alltagstipps für ein starkes Onboarding:

✅ Erstellt ein „Welcome-Deck“ mit Vision, Tools, Arbeitsweise und Ansprechpersonen.
✅ Legt einen 30-60-90-Tage-Plan an: Was soll wer wann wissen und tun?
✅ Vereinbart wöchentliche Check-ins: Wie geht’s, was fehlt, was ist unklar?


Checkliste: Onboarding mit Wirkung

  • Haben wir ein zentrales Onboarding-Dokument oder -Tool?

  • Gibt es einen klaren Einarbeitungsplan mit Zeitrahmen?

  • Fühlt sich jede:r neue Mitarbeitende willkommen & integriert?

  • Gibt es einen „Buddy“ oder Ansprechpartner für neue Teammitglieder?

Teammonat Mai: Impuls #12: „Pause ist kein Luxus – sie ist Teil des Plans“

drei stilisierte Personen, darüber eine Glühbirne

Herausforderung:

In vielen Startups gilt: Immer weiter, immer schneller, keine Zeit verlieren! Pausen wirken da wie ein Rückschritt. Wer durchschnauft, gilt schnell als weniger engagiert – und das Team hetzt gemeinsam in die Erschöpfung. Burnout, Frust und hohe Fluktuation sind die Folge.

Lösung:

Pausen sind keine Zeitverschwendung, sondern Produktivitätsstrategie. Sie schaffen Raum für neue Ideen, stärken die Gesundheit und fördern langfristige Leistungsfähigkeit. Wer bewusste Erholungszeiten einplant – als Team und individuell –, investiert in nachhaltigen Erfolg.

3 Alltagstipps für regenerative Teamarbeit:

✅ Plant bewusste Pausen in Meetings und Projektphasen ein – z. B. „Tech-Free Friday“.
✅ Achtet auf Signale von Überlastung im Team – und sprecht sie früh an.
✅ Feiert auch kleine Erfolge: Das motiviert und erlaubt kollektives Durchatmen.


Checkliste: Pausen richtig einbauen

  • Haben wir feste Zeiten für Erholung, Reflexion und informellen Austausch?

  • Gibt es Teamregeln für Erreichbarkeit (z. B. keine Mails nach 18 Uhr)?

  • Nehmen wir uns bewusst Zeit zum Feiern von Fortschritten?

  • Ist Selbstfürsorge ein Thema in unserer Teamkultur?

Wie ihr gemeinsam gute Entscheidungen trefft – ohne endlose Diskussionen

drei diverse Personen halten Zahnräder, die ineinander greifen

Schnelle Entscheidungen sind Gold wert

Startups stehen ständig vor Entscheidungen. Doch was tun, wenn eine Person auf Risiko geht, während die andere zögert? Teams zerbrechen oft daran, dass sie keinen funktionierenden Entscheidungsprozess haben.

Drei Entscheidungsmethoden für Gründerteams:

Mehrheitsentscheid: Die schnellste Methode, aber Vorsicht: Die Minderheit fühlt sich oft übergangen.  

Konsens: Alle müssen zustimmen. Funktioniert gut für große, strategische Entscheidungen, dauert aber lange.  

Beratermodell: Eine Person trifft die Entscheidung, holt sich aber vorher Input. Besonders effizient in kleinen Teams.  

 

Wenn Ihr zum Thema Entscheidungen weiterarbeiten wollt, probier auch mal unser Kartenspiel Entscheidungspoker. So trainiert Ihr mit viel Spaß die unterschiedlichsten Entscheidungsformen für diverse Situationen 🙂

Klärt, wie ihr als Team Entscheidungen trefft. Testet eine Methode in den nächsten zwei Wochen und passt sie an, falls nötig.  

 

Teammonat Mai: Impuls #11: „Klartext statt Kuschelkurs – Wie Feedback Euer Team rettet“

drei stilisierte Personen, darüber eine Glühbirne

Herausforderung:

Viele Gründungsteams vermeiden kritisches Feedback – aus Angst, die Stimmung zu kippen oder Beziehungen zu belasten. Kritik wird geschluckt, verschoben oder in zynischen Kommentaren verpackt. Das Ergebnis: Frust, Missverständnisse und schwelende Konflikte, die das Teamgefüge untergraben.

Lösung:

Feedback ist keine persönliche Attacke – sondern ein Werkzeug für Entwicklung. Damit es wirkt, braucht es eine gemeinsame Kultur, die auf Offenheit, Respekt und Klarheit basiert. Richtig eingeführt, wird Feedback zum Booster für Vertrauen, Leistung und Wachstum.

3 Alltagstipps für eine gute Feedbackkultur:

✅ Führt regelmäßige, kurze Feedback-Slots ein (z. B. nach Projekten oder Meetings).
✅ Nutzt die 3W-Methode: Wahrnehmung – Wirkung – Wunsch.
✅ Trainiert Feedback aktiv: Macht z. B. ein „Feedback-Game“ oder Kartenset zur Routine.


Checkliste: Feedback als Team-Kompetenz stärken

  • Haben wir gemeinsame Regeln für Feedback vereinbart?

  • Geben wir uns regelmäßig, beidseitig Feedback – auch Peer-to-Peer?

  • Gibt es Formate für strukturiertes Feedback (z. B. Retro, 360°)?

  • Ist Feedback bei uns normal – oder ein Ausnahmefall?

Teammonat Mai: Impuls #10: „Vertrauen ist gut – Nachfragen ist besser“

drei stilisierte Personen, darüber eine Glühbirne

Herausforderung:

In jungen Teams herrscht oft die unausgesprochene Annahme: „Wir kennen uns gut – wir wissen, was die andere Person meint.“ Doch gerade in intensiven Phasen schleichen sich Missverständnisse ein. Aufgaben werden anders verstanden, Erwartungen nicht ausgesprochen – und Frust ist vorprogrammiert.

Lösung:

Vertrauen bedeutet nicht, alles ungefragt laufen zu lassen. Es bedeutet, offen, klar und nachfragend miteinander umzugehen. Wer sich traut, Rückfragen zu stellen und Unklarheiten zu thematisieren, stärkt das Team – und sorgt für echte Verlässlichkeit.

3 Alltagstipps für klare Kommunikation trotz Vertrauen:

✅ Etabliert die Frage „Was genau meinst Du damit?“ als festen Bestandteil im Alltag.
✅ Nutzt „Checkback“-Routinen: Wiederholt Aufgaben in eigenen Worten, um Missverständnisse zu vermeiden.
✅ Führt kurze „Mini-Reflexionen“ nach Meetings ein: Was war klar? Was bleibt offen?


Checkliste: Vertrauen durch Klarheit stärken

  • Ist Nachfragen bei uns willkommen – oder wird es als Kritik verstanden?

  • Nutzen wir Methoden zur Vergewisserung (z. B. Checkback, kurze Recaps)?

  • Gibt es einen Raum, in dem offene Fragen ohne Bewertung gestellt werden können?

  • Besprechen wir regelmäßig unsere Kommunikationskultur?

Gemeinsam gründen lohnt sich: Vorteile und Herausforderungen von Gründerteams

3 diverse Menschen lassen eine Pflanze wachsen

http://Quelle: Factsheet Gründerteams (HEP Verlag)

Allein gründen oder im Team? Das Factsheet „Gründerteams“ des HEP Verlags liefert eine klare Antwort: Gründerteams haben bessere Erfolgschancen – wenn sie bewusst zusammengestellt werden.

Teams bringen gebündeltes Know-how, kreative Ideenvielfalt und psychologische Stabilität in die oft stressige Anfangsphase eines Startups. Unterschiedliche Blickwinkel führen schneller zu innovativen Lösungen und reduzieren Risiken, etwa durch bessere Markt- und Kundenkenntnisse.

Doch auch hier gilt: Gründerteams scheitern nicht selten an internen Problemen wie unklaren Erwartungen, unausgesprochenen Konflikten oder Missverständnissen über die gemeinsame Vision.

Wenn Du Deinen Co-Founder auswählst, achte also nicht nur auf Fachliches, sondern auch auf Werte, Kommunikationsfähigkeit und Commitment.

Mein Tipp: Klärt schon früh eure gemeinsame Entscheidungsstruktur – bevor größere Konflikte entstehen.

 

Teammonat Mai: Impuls #9: „Nicht ohne meinen Kalender! Wie Team-Organisation wirklich funktioniert“

drei stilisierte Personen, darüber eine Glühbirne

Herausforderung:

Wenn alle im Gründungsteam „viel zu tun“ haben, aber niemand weiß, wer was wann macht, entsteht Chaos. Termine überlappen, Aufgaben bleiben liegen und der Frust wächst. Besonders bei hybrider oder digitaler Zusammenarbeit wird fehlende Organisation zur Produktivitätsbremse.

Lösung:

Team-Organisation ist kein Selbstläufer. Sie braucht Tools, Verlässlichkeit und Routinen. Wer Kalender, Aufgaben und Kommunikation klug verbindet, schafft Übersicht, Verantwortlichkeit und mehr Raum für die wichtigen Dinge: Eure Idee voranbringen.

3 Alltagstipps für bessere Team-Organisation:

✅ Nutzt EIN zentrales Tool für Termine, Aufgaben & Kommunikation – nicht drei verschiedene.
✅ Plant einen wöchentlichen „Team Sync“: Was steht an? Wer braucht was? Wo hakt es?
✅ Führt ein „Done & Learn“-Board: Was wurde geschafft – und was haben wir daraus gelernt?


Checkliste: Organisation mit System

  • Haben wir eine zentrale Übersicht über alle Team-Termine?

  • Nutzen wir ein gemeinsames Tool zur Aufgabenverwaltung?

  • Planen wir regelmäßig Meetings mit klarer Agenda?

  • Dokumentieren wir Ergebnisse nachvollziehbar für alle?

Gründerteams scheitern nicht am Team – sondern im Team

Tauziehen von links und rechts

http://Quelle: RKW Kompetenzzentrum – Studie zu Startup-Teams (2024)
Die Suche nach einem Co-Founder ist eine der wichtigsten Entscheidungen auf dem Weg zur eigenen Gründung. Doch laut einer Studie des RKW Kompetenzzentrums scheitern viele Startups nicht an der Idee, sondern an internen Konflikten im Team.

Die befragten Gründer:innen berichteten, dass unklare Aufgabenverteilungen, fehlende Zielabsprachen und ungleiche Arbeitsbelastung häufige Ursachen für Spannungen sind. Besonders gefährlich: Viele Teams erkennen diese Probleme erst, wenn sie bereits mitten im Aufbau oder auf Wachstumskurs sind – und dann ist es oft zu spät.

Was heißt das für Dich?
Wenn Du einen Co-Founder suchst, achte von Anfang an auf klare Kommunikation. Legt gemeinsam Rollen, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsprozesse fest. Sprecht über eure Erwartungen, eure Arbeitsweise – und nicht nur über eure Begeisterung für die Idee.

Mein Tipp: Testet Eure Zusammenarbeit in einem kleinen, konkreten Projekt, bevor Ihr Euch verbindlich zusammenschließt. So erkennt Ihr frühzeitig, wie gut Eure Dynamik wirklich funktioniert.

Teammonat Mai: Impuls #8: „Allein schneller – gemeinsam weiter? So gelingt echtes Co-Working“

drei stilisierte Personen, darüber eine Glühbirne

Herausforderung:

In der Anfangszeit eines Startups geht’s oft um Tempo. Viele erledigen Dinge lieber schnell selbst – statt sie im Team abzustimmen. Das spart Zeit, kostet aber oft Qualität, Motivation und Beteiligung. So entsteht das Gegenteil von echter Zusammenarbeit: Silodenken im Mini-Format.

Lösung:

Gemeinsames Arbeiten – im echten Sinne – braucht Raum, Regeln und Tools. Co-Working bedeutet nicht nur, nebeneinander zu sitzen, sondern gemeinsam an Themen zu arbeiten. Wer bewusst Co-Working-Zeiten einplant, steigert die Produktivität und den Teamzusammenhalt.

3 Alltagstipps für gelingendes Co-Working:

✅ Plant feste Fokus-Zeiten im Team ein – z. B. „Deep Work Mornings“ oder 2-Stunden-Sprints.
✅ Nutzt Co-Working-Dienste wie Zoom Co-Working, Gather oder Discord mit Kamera an.
✅ Startet Sessions mit einem klaren Ziel: Was wollen wir gemeinsam erreichen – und wer übernimmt was?


Checkliste: So arbeitet Ihr wirklich zusammen

  • Haben wir feste Zeiten für konzentriertes, gemeinsames Arbeiten?

  • Wissen wir, wann Einzelarbeit – und wann Teamarbeit sinnvoll ist?

  • Nutzen wir Tools und Räume, die echte Zusammenarbeit fördern?

  • Schaffen wir auch Raum für informellen Austausch (Kaffeepause, Off-Topic-Channel)?

Teammonat Mai: Impuls #7: „Verantwortung teilen – ohne dass sie liegen bleibt“

drei stilisierte Personen, darüber eine Glühbirne

Herausforderung:

Viele Gründungsteams sind voller Energie – doch im Alltag bleibt vieles liegen. Warum? Weil alle für alles zuständig sind, aber niemand konkret verantwortlich ist. Das Ergebnis: Chaos, Frust, Schuldzuweisungen. Und irgendwann macht’s nur noch einer – meistens die Gründerin.

Lösung:

Klare Zuständigkeiten sorgen für Verlässlichkeit, Verbindlichkeit und Effizienz. Verantwortung darf verteilt – aber nicht verwässert werden. Wer explizit benennt, wer was bis wann übernimmt, schafft Orientierung und Entlastung.

3 Alltagstipps für klare Zuständigkeiten:

✅ Führt ein Task-Board (z. B. in Trello, Jira oder Notion), das Rollen und Deadlines sichtbar macht.
✅ Formuliert Aufgaben konkret: Was genau ist das Ergebnis?
✅ Macht Verantwortungs-Reviews: Was wurde erledigt, was nicht – und warum?


Checkliste: Verantwortung gemeinsam tragen

  • Sind alle Aufgaben im Team sichtbar dokumentiert?

  • Wissen alle, wer wofür konkret verantwortlich ist?

  • Gibt es klare Fristen und Ergebnisdefinitionen?

  • Besprechen wir regelmäßig, was funktioniert – und was nicht?