Mutig und Klug Staffel 5
Die Staffel Rückschau unsere Gründungs- und Karrierepodcasts
Zehn Folgen, zehn Geschichten, unzählige Impulse: Mit Staffel 5 hat „Mutig und Klug fragt“ wieder einmal bewiesen, dass Mut viele Gesichter hat – von Tech-Gründerinnen über Investorinnen bis hin zu Frauen, die Verantwortung in Politik, Wirtschaft oder Kultur übernehmen. Dieses Mal waren wir gründungslastig – und genau das war die Stärke der Staffel. Denn Gründen heißt nicht nur, ein Startup aufzubauen, sondern auch: Verantwortung übernehmen, Haltung zeigen, eigene Wege finden.
Der rote Faden: Gründen als Gesellschaftsthema
Ob Software-Unternehmen, Textiltradition oder Kunstlied – in fast jeder Folge drehte sich Staffel 5 um die Frage: Wie gestalte ich meinen eigenen Weg, auch wenn es unbequem ist?
Dabei wurden nicht nur Business-Pläne diskutiert, sondern auch persönliche Haltungen, Zweifel, politische Dimensionen und kreative Lösungen. Gründung war der Ausgangspunkt – doch die Gespräche reichten weit darüber hinaus.
Die Folgen im Überblick
#1 – Mit Low-Code zum Erfolg: Kerstin Stier
Den Auftakt machte Kerstin Stier, CEO von engomo. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie im schwäbischen Alb-Idyll ein Tech-Unternehmen aufgebaut, das Low-Code-Plattformen anbietet. Ihr Weg zeigt: Mut heißt, sich von der zweiten Reihe ins Rampenlicht zu stellen – und mit einem eigenen Unternehmen sichtbar zu werden.
#2 – Optimismus als Unternehmerinnenstrategie: Monika Laun
Monika Laun (novahelden) brachte Energie pur ins Gespräch. Ihre Botschaft: Unternehmensnachfolge ist keine trockene Materie, sondern eine Chance. Mit Optimismus als strategischer Ressource zeigt sie, dass Übernahme genauso viel Mut erfordert wie Neugründung.
#3 – Learnings einer Investorin: Tijen Onaran
Mit Tijen Onaran sprachen wir über das Investieren – und über Mythen. Der „Overnight Success“ existiert schlicht nicht, so Tijen. Ihre Offenheit über Fehler und Korrekturen war ein Highlight: Mut heißt auch, sich einzugestehen, dass man Dinge rückblickend anders gemacht hätte.
#4 – Personal Branding für Gründerinnen: Nils Martens
Wie werde ich sichtbar? Nils Martens von den Personal Branding Rebels erklärte, warum Gründerinnen und Selbstständige sich mit ihrer eigenen Marke beschäftigen müssen. Sein Credo: Wer nicht sichtbar ist, findet auch keine Kund:innen. Sichtbarkeit ist kein Luxus – sondern Überlebensstrategie.
#5 – Philosophie trifft Tech: Mira Jago
Kaum jemand hätte es so erwartet: Mira Jago, ursprünglich Philosophin, gründete eine Coding-Agentur. Heute ist sie CEO der cuckoo coding GmbH. Ihr Weg zeigt, dass Tech nicht nur Ingenieur:innen vorbehalten ist – sondern dass Quereinstieg und Neugier genauso zum Ziel führen können.
#6 – Nachfolge mit Haltung: Bonita Grupp
Die neue Trigema-Chefin Bonita Grupp sprach nicht nur über Unternehmensnachfolge, sondern auch über Politik. Sie zeigte, dass Führungspersönlichkeiten heute nicht mehr neutral bleiben, sondern klar Haltung beziehen dürfen. Eine Folge, die viele interessiert hat.
#7 – Frauenwirtschaft als Standortpolitik: Dr. Birgit Buschmann
Ein echter Abräumer: Dr. Birgit Buschmann, Referatsleiterin im Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, sprach über Frauenförderung und Gleichstellung. Diese Folge wurde zur meistgehörten der gesamten Staffel. Kein Wunder: Buschmann macht deutlich, dass es bei Gleichstellung nicht um Nettigkeiten geht, sondern um knallharte Standortpolitik.
#8 – Frauen in der Musik: Eleanora Pertz
Auch die Kultur bekam ihren Platz: Eleanora Pertz, Initiatorin von „Lied the Way“, sprach über Karrierewege für Frauen in der Musik. Sie zeigte, wie wichtig es ist, neue Erfolgsmodelle für Künstlerinnen zu entwickeln – jenseits klassischer Strukturen. Gründung heißt hier: Räume für Kunst schaffen.
#9 – Gemeinsam gründen: Vera Lyko
Eine besondere Folge: Gastgeberin Vera Lyko wechselte die Rolle und wurde von Simone Herzig interviewt. Thema: Co-Gründung mit Janina Rüger und der Weg von econoyou. Ein ehrlicher Blick hinter die Kulissen, wie es ist, selbst auf der Gründerinnenseite zu stehen.
#10 – Genossenschaftsgründung: INF / Rightflow GmbH
Zum Abschluss wurde es juristisch und innovativ zugleich: Anna Hüttl und Jascha Quintern erklärten, wie man eine Genossenschaft INF gründet – und warum dieses Modell für Startups spannend sein kann. Ein perfektes Finale für eine Staffel, die immer wieder die Frage stellte: Wie wollen wir gemeinsam Wirtschaft gestalten?
Staffel-Highlights
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Meistgehörte Folge: Dr. Birgit Buschmann über Frauenwirtschaft.
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Publikumsliebling: Bonita Grupp über Nachfolge mit Haltung.
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Überraschungsmomente: Mira Jagos Philosophie-Hintergrund, Eleanora Pertz‘ Mut zur neuen Musikökonomie.
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Persönliche Einblicke: Die Selbst-Reflexion von Host Vera Lyko, die ihre eigene Gründungsgeschichte teilte.
Was bleibt von Staffel 5?
Diese Staffel war geprägt von Gründung – aber nicht im engen Sinne von Startup-Romantik. Stattdessen wurde deutlich: Gründen heißt Verantwortung übernehmen. Für Mitarbeitende, für Kund:innen, für die eigene Haltung. Ob in einem Tech-Unternehmen, in der Kultur oder in einem traditionellen Familienbetrieb – überall zeigt sich, dass Mut die Voraussetzung ist, um Neues zu wagen.

